Veskamyr
Eigenschaft
Name Rabiah v. Hoffmester
Sprache Mittelsprache
Herkunft
Hintergrund
Klasse
Geschwindigkeit
Verteidigung
Lebenspunkte
Geld 117 Silbertaler
Ausrüstung
Attribut Wert Fokus
Talente
Name Schaden Bemerkung
Rüstung Schutz Behinderung

Rabiah kommt aus Orlowbig, von wo aus die Hoffmesters ihr Fürstentum Perburia regieren. Die kleine Hafenstadt steht im Schatten des nahe gelegenen größeren Hafen Ibahc. Die Familie Hoffmester hält in Orlowbig eine kleine militärische Flotte vor, primär bedient der Hafen Fischer und Abenteurer, die von dort ihre Expeditionen ins Südmeer starten.

Rabiah verbrachte viel Zeit damit, von der Burg aus den Schiffen hinterher zu träumen, später dann auch den ein oder anderen Abend in einer Hafenkneipe zu versauern. Das geschah allerdings sehr zum Leidwesen der Familie.

Im Schatten dreier größerer Brüder aufgewachsen sollte Rabiah höflich sein, gut aussehen und auch sonst den höfischen Ansprüchen genügen. Die Aufenthalte unter den Matrosen und die ein oder andere Eskapade dort passten da überhaupt nicht in den Kram. So kam es schließlich zum Zerwürfnis mit den Eltern. In einer spontanen Laune sattelte Rabiah ein Pferd, packte einige wichtige Dinge fürs Abenteurerleben ein und brach auf in die große Welt.

Ein junger Kapitän hatte Rabiah kurz zuvor von seinen Abenteuern auf See erzählt. Dieser Kapitän war bereits häufig in Orlowbig gewesen, hatte aber diesmal endgültig genug von seinen Reisen auf See. Stattdessen wollte er wieder an Land sein Glück suchen. Zufällig war auch er adeliger Abstammung und schien durchaus gewillt, jemanden als Wegbegleitung mit sich zu nehmen.

Zu zweit zogen sie nach Ibahc. Zuvor noch nie aus ihrer Heimatstadt herausgekommen, war Rabiah ganz außer sich. Atílio Franco war ein angenehmer Reisegefährte. In Ibahc kamen sie nach einer knappen Woche an. Die Stadt duftete natürlich noch mehr nach Abenteuer, als es der kleine Hafen in Orlowbig vermochte. Rabiah war nach der Ankunft direkt an den Hafen gelaufen, wo gerade ein Schiff einlief. Dieses Schiff kam aus Carhamberia und transportierte lauter fremd aussehende Personen.

Insgesamt blieben die zwei Abenteurer eine knappe Woche in Ibahc. Dann zogen sie weiter landeinwärts, wo laut Atílio die wahren Abenteuer warteten. Tatsächlich fand Rabiah ihr neues Leben zwar aufregend, aber doch ein wenig langweilig. Jetzt sollte es nach Thirien, in die Hauptstadt des Königreichs gehen.

Allerdings geschah das nicht ganz direkt. Unterwegs zogen sie die ein oder andere Schleife, übernachteten im Wald, in Scheunen und das ein oder andere Mal auf einer Burg, wenn Atílio oder Rabiah die Burgherren kannten. In einem der Dörfer beobachteten sie eine Gauklergruppe, der sie auch in Ibahc schon zugesehen hatten.

Kurz danach zerstritten sich Rabiah und Atílio. Sie hatte festgestellt, dass die kleine Uhr, die sie von ihrem Onkel geschenkt bekommen hatte nicht mehr da war. In dieser schlechten Laune kam dann noch ein Fehlgriff Atílios hinzu: Er hatte sie als seine Braut vorgestellt, sie hatte sich laut empört, Atílio war böse geworden und die Gastgeber hatten sie hochkant aus dem Haus geworfen. Nach einigen weiteren Worten im Streit gingen die Beiden getrennter Wege.

Jetzt ging es nicht mehr so schnell vorwärts, zumal Rabiah auch nicht wusste, wohin sie eigentlich wollte. Etwas zögerlich entschloss sie sich letztendlich, nach Thirien weiterzuziehen.

Die Größe der Hauptstadt erschreckte sie zuerst, faszinierte sie aber auch. Beim Umherirren fand sich sich abends in einer Taverne wieder und an einem Tisch mit einem jungen Zauberer: Vassili Mercere. Dieser kam aus einer nahen Stadt, in der er die Magie studiert hatte. Die dortige Akademie sei ja auch viel besser als die in Thirien, meinte er. Aber er müsse jetzt – endlich ein fertiger Magus – eine Expedition in den Kraj, das Gebiet ganz im Nordosten von Thirven, am Fuße der Zemenen, unternehmen. Dort gebe es Ungeheuer, Vagabunden und – so hieß es – sogar zwei Drachen. Ob sie nicht mitkommen wolle, hatte er dann gefragt, und plötzlich war ihr ganz klar, dass sie genau das wollte.

Am nächsten Tag zogen sie los. Zuerst nach Oxigron, von wo Vassili kam. Dort packte er noch einige Sachen und recherchierte einige Dinge in der Bibliothek. Am Abend, bevor die eigentliche Expedition starten sollte, saßen sie in einer Kneipe – noch einmal richtig stärken, hatte Vassili gemeint. Da betraten zwei fremdländische Personen den Raum. Rabiah kannte eine davon. Es war einer der Gaukler, die sie schon zwei Mal gesehen hatte. Aber auch Vassili winkte sofort. Er schien die zweite Person zu kennen: ein hagere Frau, sehr sehnig. Die zwei waren auch unterwegs in den Kraj, so fasste man den Entschluss, gemeinsam zu reisen. Rabiah kam mit den beiden schnell gut zurecht. Chusun, die Frau, erzählte ihr viel von ihrem Glauben. Der Mann, Daasda, konnte viel erzählen von seiner Heimat Torburh und trainiert abends mit ihr Schwertkampf. So näherte sich Rabiah mit ihren drei neuen Freunden den Ausläufern des Zemenengebirges.