Veskamyr
Eigenschaft
Name Daasda Akao
Sprache Mittelsprache
Herkunft
Hintergrund
Klasse
Geschwindigkeit
Verteidigung
Lebenspunkte
Geld 23 Silbertaler
Ausrüstung
Attribut Wert Fokus
Talente
Name Schaden Bemerkung
Rüstung Schutz Behinderung

Daasda kommt aus dem Fürstentum Carhamberia, direkt aus dessen Hauptstadt Torburh. Carhamberia ist einer der Nachfolgestaaten von Rild. Seit dem Zerfall des einstigen Königreichs Rild befinden sich die Nachfolgekleinstaaten im andauernden Konflikt. Daasda hat früh seine Eltern verloren und ist alleine, verarmt auf den Straßen von Torburh gelandet. Dort schlug er sich einigermaßen erfolgreich durch, vernahm dann aber vom friedlichen Zustand, der in den östlichen Staaten herrschte. Eines Tages stahl er sich auf eines der vielen Schiffe, die die Fürstentümer regelmäßig verlassen, ohne zu wissen, wohin die Reise gehen sollte.

Er war schlecht vorbereitet. So musste er nachts heimlich durchs Schiff schleichen, um sich Proviant und Trinken zu beschaffen. Dabei begegnete er Chusun, die sich auf eine ganz ähnliche Reise wie er gemacht hatte. Besser gesagt, sie begegnete ihm, denn eines Nachts war er unvorsichtig gewesen, war laut gewesen und zu lange an einem Ort verharrt. Jedoch schwärzte sie ihn nicht an, versorgte ihn vielmehr mit Vorräten.

Insgesamt sollte die Reise noch zwei Wochen andauern. Die beiden freundeten sich an. Chusun war so etwas wie eine Priesterin, ihre Gottheit hieß Reda. Selbst allen Göttern gleich wenig verbunden leistete er ihr Gesellschaft bei ihren Ritualen: Meditation und spirituelle Gymnastik zur Steigerung der Kontrolle über den eigenen Körper.

Daasda war vor seiner Abreise in Carhamberia häufig auf Jahrmärkten mit Gauklertruppen aufgetreten. Die Übungen schienen ihm also durchaus nützlich. Am Zielhafen Ibahc wünschten sich die beiden dann Lebewohl.

Schnell fand er eine Gruppe Schausteller, die gerade Bedarf an einem neuen Mitglied im Trupp hatten. Seine ulkige Aussprache der Wörter und sein exotisches Aussehen halfen ihm, dort bereits nach wenigen Aufführungen eine zentrale Rolle einzunehmen. Die Gruppe, die Federtänzen, zog bald los und verließ Ibahc. Daasda turnte und ulkte und wenn er nicht auf der Bühne stand, schlich er sich in die Menge und besserte sein Einkommen etwas auf. Einmal konnte er einer vermutlich Adeligen ein ganz besonderes Kleinod abluchsen: ein mechanisches Wunderwerk, das tickte und siche bewegende Zeiger besaß.

Anfangs prahlte er mit seiner Beute, doch ein paar der älteren sahen das offenbar nicht so gerne. Also hielt er sich etwas zurück – ganz lassen wollte er es jedoch nicht. So zog er spielend und stehlend weiter mit der Gruppe. Erst durch einige kleinere Grafschaften, dann schließlich nach Thirien – die größte Stadt, die Daasda je gesehen hatte. Auch hier hatte der Trupp erfolgreiche Auftritte. Und dort traf er – inzwischen etwa zwei Monate nach der Landung in Ibahc – Chusun wieder.

Die war in der Zwischenzeit direkt nach Thirien gereist, um dort mit einigen Priestern zu reden und zu verstehen, wie die Glaubensvielfalt in diesem Land funktionierte. Dabei hatte sie von heiligen Orten gehört, die sich ganz im Nordosten des Königreichs befinden sollten. Nach einigem Überlegen sagte Daasda zwei Tage später seiner Gauklertruppe Lebewohl und verkündete Chusun, dass er sie begleiten wolle. Reda, Sagula oder Geza – Chusun hatte sein Interesse an ihren Göttern geweckt und er war neugierig, deren heilige Orte kennenzulernen. Ganz profan hatte er außerdem ein paar Münzen zusammengespart und glaubte, noch von den Übungen mit Chusun profitieren zu können.

Doch die Reise verlief nur einigermaßen erfolgreich. Die Informationen, die sie erhalten hatten, waren spärlich und fehlerhaft. Lange irrten sie durch die Lande, bis sie endlich wieder eine größere Stadt erreichten: Oxigron. Überraschenderweise schien in der Herberge jemand Chusun zu kennen. Sie wurden an einen Tisch gerufen, an dem zwei Personen saßen, die sich als Rabiah von Hoffmester und Vassili Mercere vorstellten. Sie boten auch an, die weitere Reise gemeinsam zu verbringen, worüber Chusun sehr erleichtert schien.

Vassili war ein junger Zauberer – solche hatte Daasda zu Hause nur selten gesehen. Zudem schien er großzügig mit dem Geld zu sein und insgesamt ein sehr umgänglicher Kerl, wenn auch etwas großspurig. Rabiah war eine junge Adelige, die wohl ihr Elternhaus verlassen hatte, um Abenteuer zu erleben. Bei beiden witterte Daasda eine gewisse Hoffnung, von ihren Verbindungen zu profitieren. Vassili schien jedoch von seinen Annäherungen ziemlich unbeeindruckt. Ganz anders Rabiah, die ihn geradezu ausquetschte, was er in seiner Heimat erlebt hatte, wie die Seereise verlaufen war und wie es auf Reisen mit den Gauklern war. Ihr Interesse schien ihm nicht gekünstelt.

Rabiah war offensichtlich eine Kämpferin. Jeden Abend sah er sie mit dem Schwert üben, bis er einmal den Mut fasste, sie zu fragen, ob er mit ihr trainieren konnte. Erfreut sagte sie ja.

Die weitere Reise war sehr abwechslungsreich. In Orten konnten Vassili und Rabiah häufig erreichen, dass der Gruppe ein Platz in einem Haus angeboten wurde, doch meist mussten sie unter freiem Himmel schlafen.