Veskamyr
Eigenschaft
Name Chusun Paegaja
Sprache Mittelsprache
Herkunft
Hintergrund
Klasse
Geschwindigkeit
Verteidigung
Lebenspunkte
Geld 33 Silbertaler
Ausrüstung
Attribut Wert Fokus
Talente
Name Schaden Bemerkung
Rüstung Schutz Behinderung

Chusun wurde in Dunburia geboren, einem kleinen Königreich auf dem ehemaligen Gebiet des Rild’schen Königreichs. Sie lebte unweit der Hauptstadt Waltonton, besuchte die Stadt immer wieder gelegentlich. Ihr Zuhause war ein kleiner Bauernhof, wo sie mit zehn Geschwistern aufwuchs. Davon war sie die drittjüngste und ihre Eltern schon entsprechend alt. Diese starben, als Chusun 15 Jahre alt war. Der älteste Bruder, der den Hof übernahm, sah in ihrer Anwesenheit mehr Probleme als Nutzen und übergab sie dem nächstgelegenen Kloster.

Dort musste sie schwere Handarbeit leisten, lernte aber auch Lesen und Schreiben und den Idealen des Klosters zu folgen. Die Götter, zu den die Menschen dort beteten, hießen Salmar und Ternakal. Für Ternakal musste immer ein großes Feuer am Leben erhalten werden – eine Arbeit, die Chusun häufig übernehmen musste. Zu Salmars Anbetung gab es einen ganzen Trakt im Kloster, der kein einziges Fenster enthielt. Chusun musste über ihre Träume meditieren und Besuchern helfen, einen ruhigen, intensiven Schlaf zu finden. Die Zeit im Kloster war ihr nicht unlieb – zumindest nicht weniger lieb als die Zeit am Hof, auch wenn sie sich nach ihrer Familie sehnte.

Eines Tages flammte der schwelende Konflikt zwischen Dunburia und dem Nachbarreich Dalin auf. Dalin’sche Truppen überschritten die Grenze und da das Kloster im umkämpften Gebiet lag, war es mit der Ruhe vorbei. Tatsächlich rückten die Invasoren schnell voran und der König von Dunburia konnte ihnen nichts entgegensetzen. Chusun floh weiter ins Landesinnere.

Zu der Zeit schien das ganze Land im Aufruhr und überall streunerten Vagabunden herum. Chusun musste achtgeben, denn sie wusste nicht, wer Freund war oder ihr eher weniger wohlgesonnen. Zum Glück geriet sie an eine Frau namens Yu-Li. Auch sie war aus einem Kloster, deswegen hatte Chusun sich ihr so leichtfertig angeschlossen. Doch folgte Yu-Li anderen Göttern und überzeugte Chusun davon, dass insbesondere Ternakal vor allem nach Zerstörung strebte. Wolle sie das Leben hochalten, sollte sie dem Pfad Redas folgen.

Yu-Li und Chusun verbrachten den gesamten Zeitraum des Krieges miteinander. Irgendwie hatten sie eine friedliche Unterkunft im Wald gefunden, wo niemand sie störte. Die zwei meditierten viel und praktizierten eine Kunst der Gymnastik, mit der man die volle Kontrolle über den Körper gewinnen sollte.

Im Laufe der Zeit spürte Chusun, wie sie sich veränderte. Beispielsweise konnte sie die Luft in Bewegung versetzen mit der reinen Kraft ihres Willens. Yu-Li erklärte das zum Zeichen, dass die Götter Chusun akzeptiert hätten und überreichte ihr ein Amulett der Sagula. Damit konnte sie ihre Kraft auf einen Schlag viel besser fokussieren.

Nach Ende des Krieges zog sie durch Dunburia – inzwischen ohen Yu-Li –, um den Menschen zu helfen. Auch erkundigte sie sich über die Götter. Dann begann ein neuer Krieg. Der König von Dunburia wollte es den Patriziern von Dalin heimzahlen. Noch einmal wollte Chusun nicht mitten im Krieg leben, so zog sie fort aus Dunburia, über die Grenze nach Carhamberia. Dort bestieg sie ein Schiff, dass nach Thirven fahren sollte. Sie hatte gehört, dass es dort in einem Landstrich namens Kraj, am Fuße der Zemenen, viele heilige Orte geben sollte.

Auf dem Schiff begegnete ihr ein junger Kerl, Daasda, der als blinder Passagier unterwegs war. Sie beschloss, ihm zu helfen, und auch, zu prüfen, ob sie als Predigerin taugte. Tatsächlich schien er ihre Lehren schnell anzunehmen und nach zwei Wochen, die sie zusammen auf dem Schiff verbracht hatten, tat es ihr weh, ihm nach der Landung in Ibahc Lebewohl zu sagen.

Ihre Route ging direkt in die Hauptstadt Thirien. Von dort aus wollte sie ihre Weiterreise planen. Thirien bot allerdings sehr viele Quellen der Inspiration. Unter anderem besuchte sie häufiger die Akademie der Magier. Eine ähnliche Einrichtung hatte es in ihrer Heimat nicht gegeben und sie konnte endlich etwas lernen über die Fähigkeiten, die sie in ihrem Amulett bündelte.

In der Zeit, die sie in Thirien verbrachte, konnte sie diese Kräfte tatsächlich verfeinern. Allerdings war es eher Zufall gewesen, dass sie an Informationen gelangt war. Ein freundlicher Student, Vassili Mercere, hatte sie beobachtet, wie sie durch die Akademie wandelte. Sie begannen ein Gespräch und Vassili bot der exotischen Fremden an, ein wenig zu helfen.

Mit Vassili verband sie ein zwiespältiges Verhältnis. Einerseits schätze sie seinen scharfen Verstand, andererseits hatten sie eine gänzlich andere Weltsicht. Immer wieder gerieten sie in Glaubensfragen aneinander.

Neben Wissen bot die große Stadt auch Zerstreuung. Dazu gehörten Gauklertruppen, die auf den Märkten auftraten. In einer von diesen Gruppen entdeckte sie Daasda. Chusun wollte in den nächsten Tagen aufbrechen, sodass eigentlich ein erneutes Lebewohl bevorgestanden hätte, doch Daasda überraschte sie, indem er sich von seiner Gauklertruppe verabschiedete und stattdessen kundtat, mit ihr reisen zu wollen.

Bald zogen die zwei los, kamen aber nur schlecht voran. Die Karte, die Chusun bei einem Händler in Thirien erstanden hatte, war veraltet und ungenau. Nach vielen Tagen Wanderung gelangten sie endlich wieder in eine Stadt: Oxigron. Diesen Namen hatten sie bereits gehört und waren froh, grob in die richtige Richtung unterwegs gewesen zu sein. Erschöpft kehrten sie ein in einer einfachen Unterkunft. Beim Betreten des Schankraums begrüßte jemand laut Chusun. Es war Vassili. Der saß zusammen mit einer jungen Frau dort. Diese stellte er als Rabiah von Hoffmester vor, sie beschütze ihn auf seiner Reise in den Kraj. Schnell einigten sich die vier, ab hier gemeinsam zu reisen.

Rabiah war zunächst sehr verschlossen, schien befremdet von den zwei exotischen Neuankömmlingen, aber gleichzeitig höchst neugierig. Immer wenn Chusun oder Daasda von ihren Reisen oder ihrer Heimat erzählten, zeigte sie sich sehr wißbegierig.